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Energiewende durch wirtschaftliche Beteiligung – Energiekonferenz am 08. März in Greifswald

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Geballte Informationen zur Energiewende und den verschiedenen Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Beteiligung für Städte, Gemeinden und Bürger an Erneuerbaren-Energien-Projekten erhielten die knapp 100 Teilnehmer der Konferenz in Greifswald. So wies Arp Fittschen vom Städte- und Gemeindetag M-V darauf hin, dass unser kommunales Wirtschaftsrecht Kommunen bei der Stromerzeugung bevorzugt – also auch bei der Stromgewinnung aus Erneuerbaren Energien. Zuvor hatte Rudolf Borchert, Vorsitzender des Landtagsausschusses M-V für Energie, in seinem Beitrag erfolgreiche Beispiele für kommunales Engagement bei der Energiewende in M-V aufgezeigt, während Christian Pegel, Energieminister in M-V, das Vorhaben seines Ministeriums darstellte, die Beteiligung von Gemeinden und Bürgern an Windenergieprojekten durch eine gesetzliche Regelung auf Landesebene zu sichern.

140308_Pegel-Borchert-Fittschen_PodiumsDiskussionVon diesen Rahmenbedingungen war auch Manfred Schaub, Leiter der Energieagentur für den Landkreis Kassel, begeistert. Er war zur Konferenz extra aus Nordhessen angereist und informierte in einem Workshop über die Schritte der Stadt Wolfhagen auf dem Weg zu einer 100%igen Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien. Dabei konnte er aufzeigen, dass die Energieoffensive in Wolfhagen zu einer dauerhaften Wertschöpfung in der Region beigetragen hat. Dass dies auch im Kreis Vorpommern-Greifswald möglich ist, diskutierten die Teilnehmer am Nachmittag gemeinsam mit Prof. Peter Adolphi von der Akademie für Nachhaltige Entwicklung M-V im Rahmen eines Workshops.

Offensichtlich gibt es einen großen 140308_Dr-Monique-Woelk_BegruessungInformationsbedarf zum wirtschaftlichen Einstieg in die Erneuerbaren, gerade auch vor dem Hintergrund, dass die Novellierung des EEG noch nicht abgeschlossen ist und Unklarheit darüber besteht, wie es mit der Förderung von EE-Projekten weitergeht. So war denn auch der Saal des Berufsbildungswerkes vollbesetzt. Dorthin hatten der SPD-Kreisverband Vorpommern-Greifswald und die Friedrich-Ebert-Stiftung zur Konferenz ‚Energiewende in M-V – Wer, wie, wem nutzt sie?‘ eingeladen. Gekommen waren Bürger, Bürgermeister und Gemeindevertreter sowie Unternehmer und Mitglieder verschiedener Verbände und Institutionen aus dem Umfeld der Erneuerbaren Energien.

140308_Rudolf-Borchert_Vors-LandtagsAusschuss-Energie_Situation-EWende-in-MV-BeteiligungDr. Monique Wölk, Initiatorin und Organisatorin der Konferenz: „Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den Ländern, die bei der Energiewende voranschreiten. Wir haben in unserer Region jetzt die große Chance, durch die Beteiligung von Bürgern, Gemeinden und Städten an der Vermarktung und dem Eigenverbrauch selbst gewonnener Energie wirtschaftlich zu profitieren. Diese Chance sollten wir nicht ungenutzt verstreichen lassen.“

Die trotz der derzeitigen Unsicherheiten noch immer lukrative Investition in Erneuerbare kann jedoch für Unerfahrene auch Risiken bergen. Wie sich Fallstricke für Städte und Gemeinden beim wirtschaftlichen Engagement in EE-Projekten minimieren lassen und welche Beratungsmöglichkeiten es dazu seitens des Städte- und Gemeindetages M-V gibt, stellte Arp Fittschen auf der Konferenz sehr anschaulich dar.

Die beiden Vorstände der Inselwerke eG aus Usedom, Frank Haney und René Tettenborn, zeigten in ihrem Workshop auf, wie genossenschaftliche Lösungen die Umsetzung von regionalen Projekten unterstützen können. Diese reichen von der Beleuchtungsumstellung auf LED bis zur Entwicklung von Photovoltaiklösungen für Betriebe und kommunale Gebäude.

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Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern – Wer, wie, wem nutzt sie?

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